Vor dem Erwerb eines Hundes sind Sie verpflichtet, ihre Sachkunde in Hundehaltung und Umgang mit Hunden nachzuweisen. Beschäftigen Sie sich also zuerst ausgiebig mit dem Wesen von Hunden, ihren Eigenheiten und ihren Bedürfnissen.
Ab 1. September 2008 tritt in der Schweiz die obligatorische Hundeausbildung für Hunde-Käufer in Kraft. Die Ausbildung besteht aus einem Theoriekurs und einem Training mit dem Hund. Die anerkannten Ausbildungsgänge werden Sie künftig auf www.tiererichtighalten.ch finden. Weitere Infos auch unter: http://www.bvet.admin.ch/tsp/02222/index.html?lang=de
Brünggberghunde - die sportlichen Allrounder und Familienhunde
Damit ich einen sauberen Neuanfang starten konnte, erfoderte dies meinen Club- und SKG/FCI Austritt am 26. Mai 09.
Da meine Hündin wegen etwas hellen Augen nicht angekört wurde (obwohl dies laut Standard und Club-Zuchtreglement kein Zuchtausschlussgrund ist, bei schwarzen Appenzellern wurde noch nie ein Hund wegen zu hellen Augen zur Zucht ausgeschlossen) und ich keine Chance habe, dass die jüngere havannabraune Hündin angekört wird, da sie eben auch hellere Augen hat, werde ich in Zukunft reinrassige Appenzeller Sennenhunde ohne SKG/FCI Stammbaum züchten. Die hellen Augen sind beim havannabraunen Hund genetisch bedingt.
Neubeginn der Brünggbergzucht ab 1. Juni 2009, ab 26. Juni 2009 bekommen die Brünggbergwelpen einen Abstammungs-Nachweis vom VGAS.
Ich bin überzeugt auf dem richtigen Weg zu sein. Ich will gesunde Hunde züchten, es spielt dabei absolut keine Rolle ob der Hund etwas hellere oder dunklere Augen hat.
Ich werde weiterhin reinrassige Appenzeller Sennenhunde züchten. Das heisst, die Welpen werden keine SKG-Stammbäume mehr erhalten. Interessenten die gerne FCI-Ausstellungen besuchen oder an Prüfungen teilnehmen möchten, müssen ihre Hunde im Anhang-Register des jeweiligen Dachvereins anmelden, oder bei einem anderen Züchter einen Welpen erwerben.
Dachverand in Deutschland dies ist der VDH. Der VDH wurde bereits durch das Bundeskartellamt am 18.10.2002 wegen Beschwerden über die Monopolstellung vorgeladen. An der Sitzung wurde folgendes beschlossen:
Die VDH-Vereine sind verpflichtet, neben dem Zuchtbuch als Anhang ein Register (Livre d'attend) zu führen.
Des weiteren sind die VDH-Vereine aufgrund der Monopolstellung des VDH verpflichtet, Registrierungen für Hunde ohne FCI-anerkannte Abstammungsnachweise oder solche mit nicht anerkennungsfähigen Abstammungsnachweisen durchzuführen und diese Hunde, sofern sie dem Rassestandard phänotypisch entsprechen, in das Register zu übernehmen. Hiervon werden die weiteren Bestimmungen zur Zuchtzulassung nicht berührt.
DerVDH-Vorstand hat an seiner Sitzung am 30./31.8.2002 folgender wettbewerbsrechtlichen Forderung des Kartellamtes zugestimmt:
Unabhängig von einer evtl. Mitgliedschaft des Eigentümers in einem nicht-VDH-anerkannten Verein, sind Hunde mit VDH/FCI-anerkannten Ahnentafeln oder Registrierbescheinigungen generell zu VDH- Zuchtschauen zuzulassen, sofern keine anderen Hinderungsgründe (z.B. nachgewiesener Verstoß gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen, kommerzieller Hundehandel o. ä. gegen den Eigentümer vorliegen).
(huj) Vom 16.2.2007: Zuletzt
hatte sich das Bundeskartellamt gegenüber
dem Verband für das deutsche Hundewesen 2004 durchgesetzt. Der VDH musste sich
seinerzeit verpflichten, Hunde ohne VDH-Ahnentafel
"diskriminierungsfrei" zu registrieren. Unter
"diskriminierungsfrei" versteht das Bundeskartellamt auch, dass die
Registrierung nicht wesentlich mehr kosten dürfe als eine Ahnentafel für einen
"VDH-Hund".
Auf die Qualität, Aufzucht, Sozialisierung und Prägung der Welpen hat der Stammbaum keinen Einfluss. Die Welpen werden nach wie vor bestens sozialisiert, geprägt und von Certodog® geprüft. Meine Zuchtstätte wird wie bis anhin von Certodog® auch auf Sauberkeit und artgerechte Haltung der Hunde, kontrolliert. Alle Zuchttiere werden einem gesundheitlichen Check unterzogen. Alle Tiere die zur Zuchtverwendet werden, sind auf HD (Hüftgelenkdysplasie) und ED (Ellbogendysplasie) geröntgt, sowie auf PL (Patellarluxation) untersucht. Ab sofort werden die Zuchthunde mittels Ultraschall auch auf EU „ektopischer Ureter “ (Harnleiter) untersucht. Ich züchte nur mit gesunden Tieren.
Seit der Wellnesstrend sich fest in unserer Gesellschaft etabliert hat, scheinen die Begriffe Gesundheit und Schönheit fast nur noch im Doppelpack vorzukommen. Wellnessoasen, aber auch Kosmetikhersteller, werben intensiv mit diesen beiden Schlagwörtern. Doch was ist Schönheit eigentlich?
Der Geschmack ist von Mensch zu Mensch verschieden und das soll auch so sein. Die Probleme beginnen allerdings dann, wenn in Zuchtorganisationen ein sogenanntes "Ideal", also eine Vorstellung der Vollkommenheit für eine bestimmte Rasse definiert wird. Solche Ideale führen dazu, dass Hunde derart unvorsichtig gezüchtet werden, dass viele von ihnen unter Schäden leiden müssen. Haben bei der Zucht die Schönheitsmerkmale Priorität, so wird die Gesundheit der Hunde leichtsinnig aufs Spiel gesetzt!
Angesichts der schlimmen Folgen dieser rein schönheitsorientierten Zuchtpraktiken, verändert sich auch der Blickwinkel auf die Frage, was Schönheit überhaupt ist. Nur gesunde Hunde können sich ihres Lebens erfreuen und als treuer Freund des Menschen Schönheit verkörpern. Schönheit setzt Gesundheit voraus! Aus diesem Grund setze ich mich dafür ein, dass die starren Regeln von bestimmten Zuchtorganisationen zum Wohle des Hundes geändert werden!
Insbesondere Züchter müssen erkennen, dass die Gesundheit und das Wesen unserer Hunde weit wichtiger einzustufen sind als die Schönheit.
Eine Seite aus meinem Kynologischen Ausbildungspass:
Der Fortbildungs-Kurs vom 31. Mai 2008 an der UNI Bern wurde von der SKG nicht anerkannt. Die Initianten hätten, um die Anerkennung zu bekommen, an die SKG sFr. 200.-- bezahlen müssen. Die Vetsuisse Fakultät der UNI Bern wollte dieses Geld in der Forschung über Erbkrankheiten bei Hunden einsetzen.
Die Themen dieses Kurses waren:
Wichtige Begriffe aus der Zucht
Verschiedene Zuchtmethoden - Inzuchtproblematik
Was sind sinnvolle Zuchtbestimmungen?
Rüdenwahl - Problematik von kleinen Populationen
Gentest: Möglichkeiten und Grenzen
Forschung: Was bringt das?
Die Referenten waren: Prof. Dr. rer.nat. Tasso Leeb und Dr. phil. nat. Elisabeth Dietschi
Viele weitere Informationen finden Sie auf meiner Haupt-Homepage: