Auf den Unterseiten in der Menuleiste finden Sie die Beschreibung zum Havanna und Schilt
Die klassische und bekannteste Art ist jene die ab 1906 zuchtbuchmässig erfasst und reingezüchtet wurde. Seine Grundfarbe ist schwarz - braun mit weissen Abzeichen.
Dieser Hund wird im Ausland sehr geschätzt, in der Schweiz besteht eher eine Hass/Liebe. Die einen mögen ihn und lieben sein stürmisches und intelligentes Wesen. Die anderen können ihn nicht ausstehen und verschreien ihn als Wadenbeisser und Kläffer. Obwohl die meisten Leute noch nie einen reinrassigen Appenzeller kennen gelernt haben.
Wir "Angefressenen" sagen: Einmal Appenzeller - immer Appenzeller!
Das Wesen
Das Wesen des Appenzellers ist das Resultat seiner
jahrhundertelangen Verwendung im Alpengebiet. Er ist sehr temperamentvoll und
ausdauernd. Seine Anpassungsfähigkeit und Beobachtungsgabe für Mienenspiel und
Körpersprache seines Meisters ist rassetypisch.
Die harten Bedingungen in den Bergen und die teilweise schonungslose Selektion
haben diese Rasse zu sehr wetterfesten, in der Ernährung unkomplizierten und
wenig krankheitsanfälligen Hunden gemacht. Fremden gegenüber ist er eher
misstrauisch. Durch seinen angeborenen Wach- und Schutztrieb und den eher
geringen Jagdtrieb wird er Haus und Familie mit grosser Verlässlichkeit
bewachen.
Wer sich einen Appenzeller
Sennenhund ins Haus holt, sollte sich bewusst sein, dass er sich einen
lebhaften, temperamentvollen, oft ungestümen, dafür umso treueren und
anhänglicheren Hund ausgelesen hat. Er sollte sich aber auch im Klaren darüber
sein, dass er diesem Hund eine konsequente Erziehung und Führung bieten muss.
Gerade das ist bei diesem sehr selbständigen Hund sehr wichtig. Bietet man ihm
dies nicht, so übernimmt er die Führung. Quecksilber ist der richtige Ausdruck
für sein Temperament. Und davon hat er eine ganz gehörige Portion. Mit seiner
enormen Sprungkraft hat er schon manch einem bei einer stürmischen Begrüssung
einen schmerzhaften Kinnhacken verpasst.
Er ist sehr ausdauernd und
verfügt über eine ausgeprägte Beobachtungsgabe. Darüber hinaus ist er sehr
anpassungsfähig. In der Erziehung benötigt der Appenzeller meist nur kurze
Befehle. Er lernt sehr schnell.
Die meisten Appenzeller lieben
das Wasser, das kann so weit führen, dass sie nicht mehr aus dem Wasser kommen
wollen.
Der Appenzeller reagiert sehr sensibel auf ungerechtfertigtes Strafen
und häufig ist er auch sehr eifersüchtig. Dies zeigt sich, wenn der Besitzer
einen anderen Hund streicheln will, so drängt er sich dazwischen und will stets
an erster Stelle sein.
Seine bevorzugten Eigenschaften sind wohl: Treue, Ergebenheit, Wachsamkeit,
Neugierde, sein überschäumendes Temperament und seine ausgesprochen hohe
Intelligenz.
Die veränderte Umwelt- und Haltungsbedingungen stellen heute an die Hunde
andere Anforderungen, als an den einstigen Treib- und Hütehund.
In der heutigen Zucht sollen einerseits die ursprünglichen Wesenseigenschaften
weitgehend erhalten werden, andererseits aber auch den heute teilweise grossen
nervlichen Belastungen denen ein Hund ausgesetzt ist, Rechnung getragen werden.
Die Zielsetzung der Rassehundezucht orientiert sich heute daher nicht mehr nur
am Formwert des Hundes, sondern muss auch ein hohes Mass an Wesenssicherheit
gewährleisten.
Man findet den Appenzeller vermehrt in allen Sporthundesparten wie: Lawinen-,
Rettungs-, Katastrophen-, Therapie-, Schutz-, Such-, Fährten- und Familienhund,
sowie im Nutzhundebereich als Blindenführhund.
Rüde
Hündin
Der havannabraune Appenzeller ist ebenfalls von der FCI anerkannt, aber erst seit 1982.
Viele Züchter sind gegen die havannabraune Farbvariante, da diese Hunde ockerfarbene Augen haben.
havannabraune Hündin
havannabrauner Rüde
Der Schilt oder Plattenhund ist die fast ausgestorbene Appenzeller Variante. Nur noch wenige Exemplare sind in der Schweiz zu finden.